Da Gatecreeper auf ihrer Dark Superstition Tour keinen Halt in unserer unmittelbaren Nähe einplante, führte uns der Weg kurzerhand die rund 200 km nach Wiesbaden in den Schlachthof. Ein Aufwand, der sich mehr als gelohnt hat.

Der Schlachthof erwies sich dabei als ideale Kulisse für den Abend. Der kleine Club verströmte genau das richtige Flair für einen solchen Konzertabend – intim, authentisch und mit einer Atmosphäre, die größeren Venues schlicht fehlt. Hinzu kam ein durchweg überzeugender Sound, der allen drei Bands gleichermaßen zugutekam und den Abend klanglich auf ein hohes Niveau hob.

Enforded

Den Auftakt des Abends machten Enforced, und die Band ließ von der ersten Sekunde an keinen Zweifel an ihrer Motivation. In knapp 30 Minuten zündeten sie ein kompromissloses Set ab – keine Verschnaufpausen, keine Spielereien, nur pure Energie. Eine gelungene Eröffnung, die die Messlatte direkt hochlegte.

200 Stab Wounds

Mit 200 Stab Wounds folgte die zweite Supportband, die ebenfalls hochmotiviert ans Werk ging und das Publikum weiter aufheizte. Wenngleich sie mich persönlich nicht ganz so stark mitreißen konnten wie Enforced, war auch ihr Auftritt solide und passte gut in den Abend.

Gatecreeper

Als Headliner ließen Gatecreeper dann keinen Zweifel daran, wer das Sagen hat. Mit einer durchdacht zusammengestellten Setlist, die keine Längen zuließ, lieferte die Band aus Arizona einen druckvollen und kurzweiligen Auftritt ab. Der einzige Wermutstropfen: Mit rund 60 Minuten Spielzeit hätte man sich als weit angereister Fan durchaus etwas mehr gewünscht. Dennoch – ein rundum gelungener Konzertabend, bei dem das gesamte Tourpaket stimmig und handverlesen wirkte.